20070629

Tralala, freude herrscht!

Boss-Anzug versus H&M Kleid

Okay, gestern wurde ja meine normale, tag-tägliche Laune ein kleines Bisschen durch die Statik Prüfung gestört, vor allem dadurch, dass ich das Elastizitätsmodul vergessen hatte und es dann zwar aufgeschrieben, aber aus der Berechnung letztendlich raus gelassen habe. Nicht das das ergebnis dann nicht plausibel gewesen wäre, aber naja. Elastizitätsmodul E = 210. Über die Einheit reden wir mal nicht, da bin ich mir grad nicht sicher. Ist ja eigentlich auch völlig egal, man weiss ja was am Ende für eine Einheit raus kommen muss... Jedenfalls war mein Fehler gestern so dumm, dass ich mir schon ernsthaft überlegt habe im Boden zu versinken oder tot umzukippen.
Never mind, denn am Ende kam ich zum Schluss, dass ich der Welt noch ein bisschen erhalten bleibe.

So bin ich am Donnerstag Abend also wie schon seit Samstag geplant mit Bob ins Grand Casino von Basel gefahren. Alle anderen sind in die Disco, ins A2 -ich haaaasse diesen Laden- und ich musste der Katha versprechen nach zu kommen... also guuut. Aber zuerst ins Casino!!!
Bob und ich waren zwar beide schon im Casino gewesen, so ist das nicht, aber obwohl man irgendwie weiss, dass es am Ende im Casino nie, nie, niiie so ist, wie in James Bond filmen, geht man trotzdem auf Nummer sicher und zieht sich gut an, oder?
Also Bob im schwarzen Boss Anzug der sonst nur für Bewerbungsgespräche oder Beerdigungen aus dem Schrank darf, zwar ohne Krawatte aber dafür mit blauem Hemd à la Anderson Cooper. Ich, meinerseits, in einem anthrazitfarbenen, knielangen Kleid und dunkelroten Sandalen, mit Absätzen so hoch, dass ich heute Nacht um 2 Uhr als ich heim kam (und nachdem ich kontrolliert hatte, dass mich niemand sieht) schamlos hinkend die 15 Meter vom Auto zur Haustüre zurückgelegt habe. Meine Füsse fühlten sich an wie die eines Tanzbären. Wirklich.
Jedenfalls wollte ich den Bob um 20:30 Uhr abholen, aber irgendwie habe ich dann noch eine halbe Stunde vor dem Spiegel verbracht und mir selbst Heiratsanträge gemacht weil ich so gut aussah. Das klingt jetzt ein bisschen hochnäsig, aber da mein asozialer Zimmernachbar eh nicht mit mir redet weil er mich tussig findet (WTF!?) darf ich das jetzt auch schreiben: MANN SAH ICH GUT AUS! So.
Im Casino angekommen, dann lustig ausweise checken lassen, rein gelaufen, und so ziemlich die erste Person die ich da drin sehe ist... Nein, nicht Daniel Craig. Sondern... auch nicht George Clooney, Pierce Brosnan, Sean Connery oder Andy Garcia (diese Namensauflistung dient jetzt übrigens nicht nur der Veranschaulichung meiner Verzweiflung zu der ich gleich kommen werden, sondern auch dazu, dass mich bei Google mehr Leute zufällig finden.) ...sondern irgend so ein Bundeswehraffe im Tarnanzug und Stahlkappenstiefeln. Juhu. Auf gut deutsch: sie hätten mich auch im Blaumann reingelassen.
Egal! Ich hab mich jedenfalls nicht völlig overdressed gefühlt, denn ein paar Leute liefen da zum glück schon noch rum wie wir.
Nachdem wir ein bisschen rumgelaufen waren und eine Cola getrunken hatten, hat Bob dann schliesslich 30 Chf in Chips eingetauscht:
30 Chf = 6 Chips à 5 Chf
Ich wollte ehrlich gesagt nicht spielen, weil da verliert man ja eh nur. Wirklich, ich geb mich mit People Watching und den ganzen bunten Lichtern zufrieden.
Bob ist dann jedenfalls an den French Roulette Tisch gerannt, ich hinterher, nicht ohne mich zu fragen wo die Russian Roulette Tische sind. Vielleicht im Hinterhof, da kann man die Sauerei dann leichter wegputzen.
Während mich dann so nichtexistenzielle Fragen quälten, war Bob aber schon dabei Chips auf gut Glück irgendwo auf den Roulette Tisch zu legen. Die Anleitung die ich ihm davor netterweise gegeben hatte, hatte ich ins Gesicht zurück geworfen bekommen... ist ja nur logisch, dass Bob dann erst mal verloren hat. Und danach nochmal. Und nochmal? Na ja, okay, zwischendurch hat er dann mal nen Chip oder zwei Gewonnen, aber im Gesamten ging es schon eher Richtung Minuszahlen.
Dann hat er noch versucht mich zum Spielen zu verleiten. Nach dem ich mich weiter weigerte 20 Franken in Chips umwandeln zu lassen, hat er mir dann schliesslich einen in die Handgedrückt. DAS nenn ich Sponsorizing. Wobei ich aber trotzdem erst mal ne viertel Stunde lang rumgeheult habe und der Meinung war, dass ich mir vielleicht doch lieber draussen an nem Kiosk ein Rubbellos kaufen sollte. Egal, irgendwann mal hab ich dann gesetzt... und verloren. *bof* ich hatte es ja gesagt.
Ich hab mich dann aber trotzdem dazu überwunden 10 Franken in Chips (also zwei Chips) umzutauschen, hab nochmal gesetzt, gewonnen, dem Bob seinen Chip zurück erstattet (Bob war übrigens inzwischen bei -30 Chf, und dabei sollte es den restlichen abend auch bleiben), mir überlegt ob ich jetzt meine 10 Franken zurückfordern soll... aber dann halt doch nochmal gespielt. Da dann verloren, und dann wars mir eh egal, also nochmal gesetzt, nen Chip gewonnen (also war ich wieder bei 10 Chf bzw. 0 Gewinn), den Tisch gewechselt, ein bisschen rumgezögert und dann ganz wagemutig auf schwarz gesetzt, und *juhuuu* 5 Franken gewonnen. Bob neben mir war den Tränen nahe während ich das Grinsen nicht mehr aus meinem Gesicht raus gekriegt habe. Das Freude/Gewinn Verhältnis ist bei mir eben sehr hoch. Überglücklich bin ich also zum Umtauschschalter getrippelt, hab meine 15 Franken abgeholt und dem Bob an der Bar nen grünen Tee ausgegeben. Ich bin halt ein guter gewinner. So ein guter Gewinner, dass mir der Barman zu meinem Kaffee, als er mein Grinsegesicht und die helle Freunde über den Kaffeekeks gesehen hat, grad nochmal zwei Kekse geschenkt hat. AHAHAHAHAAA!
Gut vielleicht bin ich, wenn ich grade gewonnen habe, schon ein bisschen ätzend gut gelaunt...
Auf jeden Fall war es alles in einem wirklich ein toller Abend (für mich), für Bob vielleicht nicht so, weil der durfte sich auf der Rückfahrt und am nächsten Tag noch Loser-Sprüche reinziehen, aber es war GRANDIOOOS! :D

20070626

Blaue Vögel

Vorhin hat es mich zum Ikea verschlagen. Eigentlich nur zum Mittagessen mit Katha und Bob. Aber irgendwie war da ja noch der Mediamarkt neben dem Ikea in den Bob und ich dann rein gerannt sind um CDs zu kaufen. Und es gibt ja den Ikea im Ikea (und nicht nur das Restaurant) in den es Katha verschlagen hat. Ausserdem gibt es neben dem Ikea grad ne ganz interessante Baugrube. (Da fällt mir grad ein: ich muss kurz meine Handtücher aus der Waschmaschine in den Trockner stopfen.)
Wie es der Zufall so will bin ich dann aber eben doch noch durch den Ikea gelaufen, dabei hab ich dann eine meiner Ansicht nach wirklich lustige Lampe gefunden, nämlich ein paar blaue Vögel. Die war auch doppelt und dreifach runtergesetzt worden (was dafür sprechen könnte, dass meine Umgebung sie tendenziell potthässlich und kitschig finden könnte), sodass ich mir dachte, dass ich mir notfalls für die fünf Franken auch eine Fehlinvestition leisten kann. Danach habe ich festgestellt, dass man die auch draussen aufhängen kann (Outdoor-tauglich, juhu) was wirklich grandios ist. Dementsprechend werde ich sie auf meinen Balkon im neuen Haus in Stuttgart hängen (Wozu hat man denn Steckdosen auf dem Balkon, huh?).
Zwischenzeitlich habe ich sie aber schon auspacken müssen und hier in Basel in meinem Zimmer aufgehängt. Ich habe zwar keine Haken an der Decke, aber da ist so eine komische Leiste mit einem Schlitz und nen Kleiderhaken hatte ich auch noch über, jedenfalls seht ihr hier mal einen kleinen Einblick in meine Bastelkünste:

Blaue Vögel...

(die heissen übrigens Skina, für alle denen es auch gefällt)

20070624

You, me and the Popcorn makes three!

Ich bin neulich im Supermarkt auf eine Tüte Mikrowellenpopcorn gestossen (eigentlich sollte ich ja nen ganzen Blog mit "neulich im Supermarkt"s aufmachen). Das war jedenfalls etwas, das ich noch nie gesehehn hatte. Ein kleines unschuldiges Päckchen das man anscheinend in dieses Teufelsding von Mikrowelle stecken soll, und wenn man es nach vier Minuten wieder rausholt hat man Popcorn. Mein Interesse war geweckt.
Da ich heute Nachmittag lernen muss, habe ich vorhin an das Mikrowellenpopcorn gedacht und beschlossen es mal auszuprobieren. Also, rein in die Küche, das Päckchen raus aus dem Schrank, aufreissen und ab in die Mikrowelle. Und so stand ich da, die Mikrowelle auf vier Minuten gestellt, vor sich hin surrend. Zwischendurch kam bei mir wieder diese Frage ohne Antwort auf: warum kribbelt mein Kopf immer, wenn ich vor der Mikrowelle stehe (sie ist übrigens auf Kopfhöhe auf einem Brett in der Küche)? Scary!
Eine Antwort auf diese Frage habe ich auch diesmal nicht bekommen, war aber nicht so schlimm, weil mich das sanfte Poppen aus der Mikrowelle auf andere Gedanken gebracht hat. Meine Maiskörner waren am Explodieren. Gleichzeitig mit den Bio-Kalaschnikoff-Geräuschen wurde auch die Tüte voluminöser und voluminöser. Interessant.
Nach 4:30 Minuten war dann aber auch dieses Schauspiel der Natur vorüber und ich holte die Popcorntüte aus der Strahlenschleuder.
*HEISS*
Nachdem ich mir dann auch die Finger verbrannt hatte, konnte ich das Popcorn dann auch in meinem Zimmer probieren, und ich muss sagen, so als Anti-Mikrowelle-Militantin: Das ist halt schon verdaaammt cool!
Auch mit der Tüte kann man letztendlich dann noch enorm viel spass haben, siehe da...

Palim palim, mein Gesicht ist eine Tüte Popcorn!

Die Popcorntüte und ich haben mächtig Spass zusammen.

Aber jetzt mal ernsthaft, hier!

20070620

Erasmus!

Mama, Papa, ich hab mein Erasmus-Geld gekriegt und bin jetzt "reich".
*juhu*
Ich habe den Flug nach Bora-Bora schon gebucht und morgen früh geht's los. Dort werde ich mir eine kleine Strandhütte bauen, ein bisschen schwimmen gehen, ein bisschen angeln und von Luft und Liebe und den selbstgeangelten Fischen leben. Ich schick euch dann eine Postkarte, vorausgesetzt mir Rüttelt es bei der Landung nicht die neue Adresse aus meinen blonden Neuronen.
Ich hab euch lieb, Lili

(wo liegt Bora-Bora eigentlich?)

20070619

Komischer Tag

Gestern war ein höchst sonderbarer Tag. Er fing damit an, dass ich völlig aus dem Unizyklus draussen war. Wegen Stuttgart, der Studienwoche in Andermatt und dem Wochenende in Sankt Gallen. Naja, das ist aber noch nicht allzu schlimm, denn obwohl ich Montag Morgen 10 Minuten Verspätung hatte, hatte der Dozent 15 Minuten verspätung. Dementsprechend war ich also noch recht pünktlich.
Dann natürlich der Blick in die 20 Minuten. Wegen den Comics und den Sudokus. Das Kreuzworträtsel probier ich ja auch immer, aber irgendwie bin ich da nicht so gut drin. Liegt vielleicht daran, dass die Hälfte des Rätsels aus Fragen zur Schweiz besteht: schweizer Nationalrat, ehem. schweizer General, Ort bei Luzern, schweizer Schauspieler, Ex-Miss Schweiz, Ort bei Berrrn, Ausflugsort bei Zürich. Gottverdammt, muss ich das wissen!?
Danach ein Blick aufs Horoskop. Nicht weil ich daran glaube, sondern weil Katha nicht da ist um es uns wie immer vorzulesen (Kathakrank). Kathas Horoskop besagt, dass sie voller Energie ist... warum ist sie denn dann krank? Tut sie nur so? Und shoppt in wirklichkeit (zu meinem Shoppingverhalten gibt es übrigens einen interessanten Beitrag auf Bobs Blog. *klick* )? Bobs Horoskop ist auch so ein Ding... Es versucht ihm einzureden er habe Depressionen. Nicht wirklich lustig. Meins sagt mir, ich soll doch gefälligst ein Weiterbildungsangebot annehmen. Mir bleibt das Ricola (jämmerlicher Versuch sich einzuschweizern, ich weiss) im Halse stecken. Der Studiengangleiter war eine halbe Stunde zuvor bei uns im Zimmer gewesen und hatte über eine Weiterbildung in Geologie gesprochen. Die sorte Weiterbildung die sicherlich interessant ist, aber für die ich meine fünf Urlaubstage vom Praktikum opfern müsste! NO WAY!!!
Ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass die bei den 20 Minuten einen Wahrsagerpraktikanten eingestellt haben und dass gestern sein erster Tag war. Was sagt mein Horoskop eigentlich heute???
Oh, und ganz am Ende vom Tag habe ich dann eigentlich eine Schuhsole wieder ein bisschen ankleben wollen, irgendwie war aber die Drecksverpackung und das Öffnungssystem von dem ollen Uhu-Kleber so schlecht gemacht dass ich mir erst fast die Finger zusammengebeppt habe, und dann fast die Tube an den Daumen. Juhu. Meine kleine Sekundenkleberaktion hat damit geendet, dass ich es dann doch noch geschafft habe, meine Sohle ganz ehrfürchtig zu kleben (unter Panikattacken), dafür habe ich aber auch heute Morgen fünf Minuten im Bad damit verbracht unter verwirrten Blicken meiner Mitbewohner meine Fingerkuppen mit einem Bimsstein abzuschleifen...

Studienwoche Andermatt... Nachtrag!

Hier also eine Lili Live Reportage direkt von auf und unter der Teufelsbrücke. Auf der völlig verregneten Rückfahrt aus Sedrun haben Bob und ich kurz dort angehalten um das plötzliche, gigantische Anschwellen der Reuss (so heisst der Fluss) auf Video festzuhalten. Also, here you are. Ich muss noch kurz hinzufügen dass ich dieses Startframe höchst unvorteilhaft finde und gigantisch unzufrieden damit bin.


20070617

Praktikum!

Ich komme gerade direkt aus Sankt Gallen heim nach Basel. Hinter mir liegt ein absolut cooles Wochenende (Danke This, danke Sven, danke Mathias, danke Bob, danke alle lieben Leute die ich dort kennen gelernt habe!), darüber werde ich allerdings erst morgen schreiben können, denn mein Akku macht gleich schlapp. Jetzt kommt natürlich die Frage des Jahrhunderts: "Warum stöpselt Lili ihr Netzteil nicht ein?" Och, ganz einfach... weil ich es in Sankt Gallen vergessen habe. Bob, der zum Glück auch selber dort was liegen gelassen hat, fährt grad mit dem Zug zurück um unseren Kram zu holen... was ich aber noch kurz vermerken wollte: ich bin ab Ende Juli wieder fest in Stuttgart weil ich tatsächlich eine Praktikumsstelle dort bekommen habe. Ich komme also wieder... :P
Verdammt, und wenn ich jetzt so heiter weiter texte verpasse ich noch Navy CIS!!!